Literatur

Literatur-Gruppe
jeden 3. Mittwoch im Monat, das nächste Mal am 15.04.26, 16:00 Uhr
im Gemeinschaftsraum Schlangenbader Str. 24C, 4. OG, Klingel: „Besprechungsraum“, Fahrstuhl, dann rechts halten, Zwischentür: klingeln bei „Gemeinschaftsraum“ (einfach der Beschilderung folgen).
Wir lesen bis zum 15.04.26. das Buch von Joachim Meyerhoff: „Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“.
„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ist der dritte Teil von Joachim Meyerhoffs autobiografischem Romanzyklus „Alle Toten fliegen hoch“, erschienen 2015. Es behandelt seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule und das Leben bei seinen Großeltern in München, geprägt von Trauerbewältigung und Selbstfindung. (Wikipedia).

Völlig ausgepumpt und zunehmend derangiert schleppt sich der vermeintlich gänzlich Untalentierte nach der zunehmend einer Folter gleichenden Ausbildung tagtäglich in eine Welt wie aus einer anderen Zeit. Er ist Gast bei seinen Großeltern in einer alten Villa beim Nymphenburger Schloss und gerät hinein in ein Leben voller Schrullen und Rituale, strukturiert durch einen gewaltigen Alkoholkonsum: Zum Aufstehen gibt es Champagner, es folgen zu vorgegebenen Tageszeiten in einem immer gleichen Rhythmus Weißwein, Whisky, Rotwein und zum krönenden Abschluss Cointreau. Abends schwebt man wohlig-betrunken engelsgleich mit dem Treppenlift ins Schlafgemach. Der pedantische Großvater, ein bekannter Philosoph, hält trotzdem eisern an seiner Arbeit am Staatslexikon fest, auch wenn er vermutet: „Na, das R werde ich wohl nicht mehr erleben.“ Der Großmutter hingegen, einer ehedem gefeierten Schauspielerin, ist das Theatralische zur zweiten Natur geworden und bestimmt so auch ihren Lebensalltag.
„Es konnte passieren, dass sie wie von einem tiefen Schmerz durchdrungen den Blick in die Ferne schweifen ließ, so langsam die Arme hob, dass nicht einmal die goldenen Armreife aneinander klackten, und erst, als sie sicher war, dass alle am Tisch gebannt zu ihr sahen, sagte: „Moooahhhh …“, und dann, nach einer langen, spannungsgeladenen Pause, „der Brie ist ja ein Gedicht heute Abend.“ (https://www.deutschlandfunk.de/joachim-meyerhoff-ach-diese-luecke-diese-entsetzliche-100.html ) 

Anschließend gehen wir in die Weinstube Nikolai, Nauheimer Str. 44 zu einem zwanglosen Treffen der Literaturfreunde. Bei diesem Stammtisch wird dann, je nach Lust und Laune über Gott und die Welt geredet, nicht notwendig über Literatur.

Alle Nachbarinnen und Nachbarn sind herzlich willkommen.

In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir an dieser Stelle Gedichte von Bernd-Rainer Bonkowski.
Bernd-Rainer Bonkowski ist Mitglied der Literaturgruppe.

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